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TEPPICH- ODER KLEIDERMOTTE Nach milden, feuchten Wintern ist verstärkt mit Auftreten von Motten zu rechnen. Deshalb möchten wir Ihnen im Rahmen dieser befristeten Aktion helfen, Ihre Teppiche und anderen Woll-Heimtextilen vor Mottenbefall zu schützen. Die Kleider-Motte (Tineola biselliella) gehört wie ihre Verwandten, die Pelz- oder Tapetenmotte, zu den Kleinschmetterlingen, den Tineiden. Sie ist auf der ganzen Welt verbreitet und lebt von Keratin, einer Eiweißverbindung von Haaren und Federn. Seide und andere Naturmaterialien werden nicht angegriffen. Die eigentlichen Fraßschädlinge sind die Mottenraupen! Die Motte selbst, also der fertige Falter, kann keine Nahrung mehr aufnehmen und lebt ca. 30 Tage. Er sorgt aber in dieser Zeit durch ungehemmte Fortpflanzung für die nächste Mottengeneration.
Wo kommen Motten her? Motten können zufliegen, durch Fensterritzen, Ventilatoren und Lüftungsgitter kriechen, vorrangig bei Dunkelheit. Die Motte ist ein 'Riechtier' und je intensiver Teppiche riechen, umso größer ist die Anlockung und der Zuflugsradius. Wie erkennt man Motten oder Mottenbefall?
DAS HEMMUNGSLOSE FRESSEN ... 2 - 6 Monate Welche Teppiche sind besonders gefährdet? In erster Linie Teppiche, die naturbelassen, minimal gewaschen oder kaum veredelt sind, Teppiche mit groben Wollen, lockerer Textur, Preiswert-Teppiche, bäuerliche oder nomadisch-rustikale Ware sowie intensiv nach Wolle oder Wollschweiß riechende Teppiche, Teppiche und Teppichstapel, die wenig bewegt werden. Weniger attraktiv für Motten sind gut- oder chlorgewaschene Teppiche, feine Knüpfungen, z.B. persische Klassisch-Ware. Natürlich ist das kein 100%-iger Schutz, auch hier ist eine leichte Vorbeugemaßnahme angebracht. DER VERHÄNGNISVOLLE KREISLAUF Motten lieben Ruhe, Dunkelheit und Wärme. Je höher Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sind, umso schneller können sich die Motten entwickeln, bis hin zu 4 Generationsfolgen pro Jahr!
Der Falter ist ca. 4 - 9 mm lang mit einer Flügelspannweite von ca. 16 mm. Die Vorderflügel sind fettig glänzend, einfarbig strohgelb, die Hinterflügel hell-graugelb. Die Weibchen sind größer als die Männchen. Zahlenmäßig überwiegen die Männchen, im Verhältnis ca. 2 : 1. Wenn Sie Tineola bisselliella fliegen sehen, handelt es sich fast immer um ein Männchen. Weibchen sind schwerfällig und fliegen eher torkelnd und höchst selten, können dafür aber hervorragend und sehr weit kriechen! Wo ein gutes, ausreichendes Nahrungsangebot und viel Ruhe zur ungestörten Entwicklung ihrer Nachkommen vorhanden sind, legt die Motte lose auf dem Untergrund bis zu 250 Eier einzeln verteilt ab. Die Motteneier sind von weiß opalisierender Farbe, unregelmäßig geformt, im Durchschnitt 0,5 mm lang und auf dunkler Unterlage mit dem bloßen Auge zu erkennen. Die Entwicklungszeit der Eier ist temperaturabhängig, dauert in der Regel ca. 4 bis 21 Tage. Aber Achtung: bei niedrigen Temperaturen (unter 8°C) können Motteneier bis zu einem Jahr inaktiv ruhen und bei ansteigenden Temperaturen ihren verhängnisvollen Kreislauf wieder fortsetzen. Die frisch geschlüpfte Mottenraupe ist knapp 1 mm lang, erreicht aber durch hemmungsloses Fressen nach einer Reihe von Häutungen innerhalb von 2 - 6 Monaten die 10-fache Länge! Die Farbe der Raupe ist schmutzig gelbweiß, nur Kopf- und Hinterleibschild sind rotbraun. Da der mit Nahrung gefüllte Darmkanal durchscheint, täuscht sie manchmal je nach gefressener Nahrung eine andere Gesamtfärbung vor. (Also Augen auf bei der Teppichuntersuchung!) Zum Schutz gegen Austrocknung und Feinde beginnt die Raupe sofort nach der Schlüpfung mit dem Bau der Fraß- oder Gespinströhre. Dazu produziert sie aus speziellen Spinndrüsen ein klebriges Sekret, das als Spinnfaden an der Unterlage fest haftet. Die manchmal bis zu 15 cm langen Fraßröhren erkennen Sie als silbrig-weiße, klebrige Wattefäden, fest an der Wolle anhaftend, das sicherste Zeichen für Mottenbefall! Zur Verpuppung verlässt die Raupe die Fraßröhre und kriecht an ruhige Oberflächenbereiche, damit sie nach der Schlüpfung als Motte Ungehindert ins neue Leben starten kann. Hier fertigt sie ihren Puppenköcher aus dem Sekret ihrer Spinndrüsen und aus abgebissenen Materialien der Umgebung an. Der Köcher ist ca. 1 cm lang und an beiden Seiten geschlossen und dichter als die Fraßröhre. Die darin liegende Puppe arbeitet sich nach einer Entwicklungszeit von 2 bis 6 Wochen zu 3/4 aus dem Köcher und verlässt nach Aufplatzen ihrer Hülle als Falter den Köcher und der Kreislauf beginnt neu! (Text : Jeickner Teppichforschung) Teppichwäsche mit Mottenschutz Zur Teppichwäsche mit Mottenschutz gehören die Teppichwäsche vom Teppichmeister, die Mottenschutzausrüstung mit Contramott sowie je Teppich eine Mottenfalle. Das von uns verwendete Produkt ist laut Hersteller ökologisch und wirkt gegen Motten, -eier, -larven/-raupen, Teppichkäfer, deren Brut und anderen Teppichschadinsekten sofort vernichtend und schützt ausreichend über einen längeren Zeitraum durch natürliche Pflanzenextrakte. Das Produkt ist frei von schädlichen Langzeitgiften, ohne Permethrin (z.B. EULAN *). Die Falle mit einem völlig ungiftigen, besonders wirksamen Sexuallockstoff ist speziell für die Teppichmotte (Kleidermotte) entwickelt und behält ihre Wirksamkeit ca. 10 – 12 Wochen lang. Sie zeigt Mottenvorkommen im Haus an und fängt paarungswütige Mottenmännchen. Die völlig unauffälligen Röllchen lassen sich bequem platzieren. Eine Falle reicht für einen Raum bis ca. 60 qm.
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