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Flusen auf Wollwebteppich |
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Wollwebteppiche bestehen in den Kettfäden i.R. aus Jutegarn. Die Schussfäden bestehen aus einem Wollstrang, der i.R. um einen Jutekern gewickelt ist. Je dicker die Stränge sind, desto gröber sind die Teppiche. Im Gebrauch, d.h. beim Begehen nutzen sich die Teppiche ab, dadurch dass scharfkantige Schmutzpartikel die Wollfasern zerschneiden bzw. zerreiben. Die Wollfasern werden immer kürzer und lösen sich nach und nach aus dem Faserverbund. Im Laufe der Zeit werden die Jutekern an den besonders stark strapazierten Stellen sichtbar. Die Wäsche der Teppiche ist durch den Teppichmeisterfachbetrieb möglich. Lose und kurze Wollfasern werden dabei entfernt. Problematisch ist die Beseitigung des scharkantigen Sandes, der im Gebrauch in den Teppich getreten wird und dort am Gewebe arbeitet. Ältere Webteppiche können im Rahmen der Wäsche nicht oder nur sehr vorsichtig geklopft werden, da das Risiko sehr hoch ist, dass abgenutzte Jutefäden reißen. Nach der Wäsche kann es daher vorkommen, dass vermehrt Sand aus dem Teppich auf den darunter liegenden Hartboden fällt. Dies stellt jedoch keinen Reinigungsmangel dar, sondern ist materialbedingt und schont den Teppich, da jedes Sandkorn, das aus dem Teppich fällt keinen Schaden mehr zwischen den Fasern anrichten kann. Der Sand problemlos zusammengekehrt werden. Mit zunehmender Verschmutzung verkleben die Sand- und Staubkörner wieder im Teppich und der Verschleiß schreitet weiter fort. Fazit. Es ist wichtig Wollwebteppiche rechtzeitig zu waschen. Sand unter dem Teppich schadet weniger als Sand im Teppich. Lothar Amm, 2005 |